Depot Vergleich: die besten Wertpapierdepots und Anlagekonditionen

Finden Sie die besten ✓ Depots mit Top-Konditionen August 2019

Nach vielen Jahren der Niedrigzinspolitik setzen wieder mehr Anleger auf Aktien und Fonds. Seit der Finanzmarktkrise im Jahr 2008 ist die Zahl der direkten Aktionäre von 3,55 Millionen auf 4,92 Millionen Menschen angestiegen. Hinzu kommen rund 7,16 Millionen Anleger, die indirekt in Fondsanteile investieren. Um in Aktien- oder Fondsanteile zu investieren benötigen die Investoren ein Wertpapierdepot. Hier ist die Auswahl unter den verschiedenen Anbietern groß und nicht jedes Depot ist für die unterschiedlichen Bedürfnisse geeignet. Wir zeigen Ihnen, wozu Sie ein Wertpapierdepot benötigen, wie Sie es eröffnen können und auf was Sie bei der Auswahl des Anbieters achten sollten.


Was ist ein Wertpapierdepot?

Ein Wertpapierdepot ist ein Konto, auf dem der Bestand an Aktien, Fonds, Anleihen und anderen Wertpapieren eines Kunden aufgezeichnet wird. Zu jedem Wertpapierdepot gehört noch ein Verrechnungskonto, auf dem die zugehörigen Geldbewegungen notiert werden. Beim Kauf von Wertpapieren wird das Verrechnungskonto belastet, der Erlös aus Wertpapierverkäufen wird dem Verrechnungskonto gutgeschrieben. Auch Dividendenzahlungen, Ausschüttungen und die Gebühren werden über das Verrechnungskonto abgewickelt. Daneben bieten die Anbieter von Wertpapierdepots auch Tagesgeld- oder Girokonten an. Dies sind zusätzliche Leistungen, die für das Wertpapierdepot nicht notwendig sind. Sie können Ihr Wertpapierdepot völlig unabhängig von Ihren sonstigen Konten führen.

Wie wird das Wertpapierkonto eröffnet?

Ein Wertpapierkonto kann bei der Hausbank oder Sparkasse eröffnet werden. Die meisten Wertpapierdepots werden bei Online-Brokern eröffnet. Dies sind Direktbanken, die sich auf den Handel mit Wertpapieren spezialisiert haben. Da ein teures Filialsystem wegfällt, sind in der Regel die Gebühren günstiger. Auch die Depoteröffnung erfolgt online. Dazu muss sich der Kunde nur die Unterlagen zur Depoteröffnung herunterladen und ausfüllen. Sofern bereits eine Geschäftsbeziehung zum Anbieter des Wertpapierdepots gibt, genügt die Freischaltung des Depots per Onlinebanking. Neukunden müssen dagegen die ausgefüllten Unterlagen mit dem Postident-Verfahren einsenden, einige Online-Broker bieten auch eine Identifizierung per Video-Chat an.

Depot Vergleich: die besten Wertpapierdepots und Anlagekonditionen

Was bedeuten die Risikoklassen?

Bei der Depoteröffnung müssen die Anbieter zum Schutz des Anlegers die Erfahrung im Wertpapierhandel, die Vermögensverhältnisse sowie die Risikoneigung überprüfen. Meist erfolgt eine Einstufung in fünf Risikoklassen von konservativ bis spekulativ. In den unteren Risikoklassen ist noch keine direkte Anlage in Einzelaktien möglich. Es können dann nur Rentenfonds, Mischfonds und Aktienfonds gehandelt werden. Die Selbsteinstufung der Risikoklasse kann auch nachträglich geändert werden. Anleger die mit Futures und Optionen handeln möchten, benötigen zusätzlich zur Einstufung in die höchste Risikoklasse die Warentermingeschäftsfähigkeit.

Welche Kosten entstehen in Zusammenhang mit einem Wertpapierdepot?

Für die Kontoführung des Depots und des Verrechnungskontos können Depotgebühren anfallen. Vor allem die Hausbanken verlangen mitunter noch Verwahrgebühren für die Bestandsverwaltung Ihrer Wertpapiere. Bei Online-Brokern sind Verwahrgebühren eher unüblich. Einige Broker erheben auch Negativzinsen für das Guthaben auf dem Verrechnungskonto. Falls Wertpapiere auf Kredit gekauft werden, fallen auch dafür Zinsen an. Ebenso können für Serviceleistungen wie die Zusendung von Kontoauszügen per Post, die Ausfertigung von Duplikaten oder detaillierten Auswertungen Gebühren anfallen. Diese Grundkosten fallen besonders für wenig aktive Anleger ins Gewicht.

Für aktive Investoren, die häufig handeln sind die Transaktionskosten bedeutender, also die Kosten, die beim Kauf- und Verkauf von Wertpapieren anfallen. Sie machen den Großteil der jährlichen Kosten aus, weshalb Anleger ein besonderes Augenmerk darauf legen sollten. Die Transaktionskosten bestehen meist aus einem fixen Grundbetrag und einem volumenabhängigen variablen Anteil. Hinzu kommen die Handelsplatzgebühren, die die depotführende Bank bzw. der Online-Broker an die Börse weiterleiten muss. Einige Broker bieten auch eine Flatrate, bei der Anleger unabhängig von der Größe der Wertpapierorder stets den gleichen Betrag bezahlen. Zudem sind die Handelskosten nach Inland und Ausland gestaffelt, für den Zugang zu ausländischen Börsen müssen höhere Gebühren bezahlt werden.

Neben der Grund- und Transaktionskosten können auch Kosten für Zusatzleistungen anfallen. So waren früher limitierte Kauf- oder Verkaufsaufträge meist kostenpflichtig, mittlerweile bieten die meisten Broker die Aufgabe von limitierten Orders aber kostenlos an. Dagegen können für die Versorgung mit Echtzeitkursen auch heute noch bei einigen Brokern Gebühren anfallen. Wer nicht bereit ist, dafür zu bezahlen erhält lediglich verzögerte Kursdaten. Auch wer Wert auf eine spezielle Handelssoftware mit umfangreichen Chart- und Analysefunktionen legt, sollte auf die Kosten achten. Neben dem Basiszugang per Webbrowser oder App bieten einige Anbieter kostenpflichtige Software mit erweiterten Möglichkeiten an.

Worauf Sie sonst noch achten sollten

Selbstverständlich sind die Kosten ein wichtiger Entscheidungsgrund. Langfristig haben die Kosten einen großen Anteil am Erfolg- oder Misserfolg des Anlegers. Bei der Auswahl des Wertpapierdepots sind aber auch noch andere Faktoren zu berücksichtigen.

Die Serviceleistungen der Wertpapierdepotanbieter sind unterschiedlich. Dies reicht von der Erreichbarkeit der Hotline bis hin zu den Informations-, Recherche und Weiterbildungsangeboten, die doch sehr unterschiedlich ausfallen. Einige Anbieter bieten sehr komplexe Filtermöglichkeiten, um eine geeignete Aktie oder einen Fond zu finden, bei anderen Anbietern sind diese Möglichkeiten gar nicht oder nur sehr begrenzt möglich. Positiv ist es, wenn der Depotanbieter kostenlose Webinare oder Seminare vor Ort anbietet.

Die Benutzerführung für das Online-Banking ist sehr unterschiedlich. Hier können keine allgemeinen Empfehlungen gegeben werden. Was einem Kunden gut gefällt, verwirrt den anderen. Vorteilhaft ist es deshalb, wenn der Anbieter ein kostenloses Musterdepot anbietet. Dort können Sie in Ruhe und ohne Gefahren testen, ob Sie mit den Funktionen zurechtkommen. Dies gilt nicht nur für den Online-Zugang, sondern auch für das mobile Banking per App auf dem Smartphone. Falls Sie für Ihre Börsengeschäfte eine spezielle Handelssoftware benutzen, beachten

Insbesondere für Kleinanleger sind Wertpapiersparpläne ein gut geeignetes Instrument zum Vermögensaufbau. Ein Wertpapiersparplan kann nicht nur mit Fonds oder Indexfonds (ETFs), sondern auch mit Einzelaktien umgesetzt werden. Neben den Kosten für den Wertpapiersparplan sollten Kleinanleger auch auf eine große Auswahl an Sparplänen und die monatliche Mindestanlagesumme achten.

Wer Vermögen für die eigenen Kinder aufbaut, sollte dazu ein getrenntes Wertpapierdepot auf den Namen des Kindes einrichten. Minderjährige verfügen nicht nur über einen eigenen Sparerpauschbetrag (801 Euro), sondern auch über einen eigenen Grundfreibetrag von 9.000 Euro. Damit lassen sich Einkünfte von bis zu 9.000 Euro pro Jahr steuerfrei realisieren. Jedoch bieten nicht alle Banken und Online-Broker die Führung eines Minderjährigendepots an. Für die meisten Anleger ist ein in Deutschland geführtes Depot die erste Wahl, da ein Institut im Inland verpflichtet ist, eine Jahressteuerbescheinigung über die erzielten Kapitalerträge auszustellen. Falls das Wertpapierdepot im Ausland, zum Beispiel in Großbritannien oder in den USA geführt wird, erhält der Anleger keine Steuerbescheinigung, ist aber trotzdem verpflichtet seine Einnahmen zu deklarieren. Ein Auslandsdepot ist eigentlich nur dann sinnvoll, wenn der Anleger hauptsächlich an ausländischen Börsen aktiv ist.

Zusammenfassung Depot

Anleger können heutzutage unter einer großen Anzahl von Anbietern wählen, die Depoteröffnung ist einfach und unkompliziert. Bei der Depotauswahl sollten Sie nicht nur auf die Kosten sondern auch auf eine breite Auswahl der angebotenen Möglichkeiten achten. Denn nicht immer ist das billigste auch das beste Wertpapierdepot.