Festgeld: die besten Finanzprodukte und Anlagekonditionen

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Festgeld ist als Termineinlage eine Geldanlage für einen bestimmten, vorab festgelegten Zeitraum. Vor Terminablauf steht das Festgeld dem Anleger nicht zur Verfügung. Das ist einer der Unterschiede zum Tagesgeld, über das der Geldanleger nach eigenem Ermessen bis zur Höhe der Spareinlage täglich und ohne Kündigung verfügen kann. Das Festgeld hingegen ist mit Zeitablauf, mit Kündigungstermin sowie mit Ablauf- und Kündigungsmodalitäten versehen. Im Grunde genommen kann das Festgeld als eine moderne Form des starren Sparbuches aus den vergangenen Jahrzehnten bezeichnet werden.


Geldanlage Festgeld

Im Grunde genommen kann das Festgeld als eine moderne Form des starren Sparbuches aus den vergangenen Jahrzehnten bezeichnet werden. Mit dem festgelegten Geld arbeitet das Kreditinstitut und erwirtschaftet seinerseits Habenzinsen. Das geschieht entweder ebenfalls durch eine Festgeldanlage oder durch eine Investieren mit Geldverleihen. In beiden Fällen werden höhere Zinsen erzielt als an den Festgeldanleger weitergegeben. Die sich so ergebende Differenz ist die Gewinnspanne des Kreditinstitutes. Diese „Geldanlagekette“ reicht vom Festgeldanleger als Endverbraucher über die verschiedenen Banken und Sparkassen bis hinauf zu den nationalen Banken wie der Deutschen Bundesbank und weiter zur Europäischen Zentralbank EZB. Was an der Spitze geschieht, wird bis untenhin durchgereicht.

Das Festgeldkonto

Im Gegensatz zum Girokonto für den Zahlungsverkehr ist das Festgeldkonto ein eigenes Sparkonto. Abgesehen vom Gutschreiben der regelmäßigen monatlichen oder der sporadischen Sparbeträge findet kein Zahlungs- und Buchungsverkehr auf dem Konto statt. Festgeldkonto und Festgeldsparen werden von allen Banken und Sparkassen angeboten, die nach dem Kreditwesengesetz KWG als Voll- beziehungsweise Universalbank zugelassen sind. Dazu gehören die Filialbanken am Ort, die Direktbanken sowie die Onlinebanken. Sie alle haben ihre eigenen Angebote für das Festgeldsparen. Der Anleger wird sich immer für das Kreditinstitut mit dem für ihn persönlich günstigsten Angebot entscheiden. Seine Wahl fällt erfahrungsgemäß auf eine Online- oder Direktbank, weniger auf die Kreditinstitute mit ihrem kostspieligen Personal- und Verwaltungsaufwand in dem dichten Netz von Haupt- und Nebenstellen nebst den Zweigniederlassungen. Zu dem Festgeldkonto gehört als Verrechnungskonto ein Girokonto, über das der Zahlungsverkehr abgewickelt wird. Es kann, muss jedoch nicht in allen Fällen bei demselben Kreditinstitut unterhalten werden. Das Festgeldkonto wird auf dieselbe Weise beantragt wie ein Girokonto; also mit Kontoantrag, mit Postident- oder Videoident-Verfahren, sowie mit anschließendem Freischalten des Kontos.

Festgeld bei deutscher oder bei ausländischer Bank

Diese Entscheidung steht in einem direkten Zusammenhang mit den Konditionen für die einzelne Festgeldanlage sowie mit den Allgemeinen und den Besonderen Geschäftsbedingungen. Bei einem deutschen Kreditinstitut hat der Anleger eine Rechtssicherheit, die alle gleichermaßen betrifft. Im Worst Case gibt es einen Ansprechpartner, der im Inland greifbar ist. Das ist bei ausländischen Banken nicht so der Fall; und erst recht nicht bei denen mit Sitz außerhalb der Europäischen Union. Die werben ihrerseits mit oftmals lukrativen Zinsen sowie mit weiteren Vorteilen rund um die Festgeldanlage. Der Geldanleger sollte bei einem Angebotsvergleich alle Aspekte berücksichtigen und sich an dem Gesamtergebnis unterm Strich orientieren. Was nützt der beste Zinssatz, wenn das Festgeld als Einlage nicht ausreichend gesichert ist.

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Festgeldlaufzeit und Festgeldzinsen

Abgesehen von dem Mindest- und einem Höchstbetrag für die Festgeldeinlage ist die Laufzeit ein ausschlaggebendes Kriterium. Sie steht im direkten Zusammenhang mit den Festgeldzinsen. Je länger die Laufzeit ist, umso länger und besser kann die Bank ihrerseits mit dem festgelegten Geld arbeiten, und desto höhere Zinsen lassen sich erwirtschaften. Davon profitiert auch der Festgeldanleger. Für ihn ist die entscheidende Frage bei einem Festgeldvergleich an dieser Stelle, in welcher Prozenthöhe das der Fall ist. Das optimale Angebot sieht so aus, dass der Festgeldanleger mit steigender Festgeldsumme und zunehmender Laufzeit auch an dem Erfolg der Bank beteiligt wird. Doch das geschieht keineswegs immer oder vielfach nur in reduzierter Form. In solchen Details muss verglichen, gerechnet und auch verhandelt werden nach dem Grundsatz „Das Bessere ist des Guten‘ Feind“.

Festgeld und Zinsen

Für die Höhe der Festgeldzinsen gibt es drei Kriterien, und zwar

  • Einlagenhöhe
  • Laufzeitdauer
  • Auswahl des besten unter vielen guten Angeboten

Das allgemeine Zinsniveau wird an der Spitze vorgegeben und nach unten durchgereicht; also von der Europäischen Zentralbank über die Nationalbanken wie die Deutsche Bundesbank und dann weiter zu den Kreditinstituten vor Ort sowie im Internet. Dennoch gibt es innerhalb des Zinsniveaus Unterschiede im Zehntel-Prozentbereich, mit denen das einzelne Kreditinstitut seine Festgeldanlage bewirbt. An dieser Stelle lohnt sich ein genauer Festgeldvergleich. Zahlt die Bank einen einmaligen Bonus für Neukunden, verbessert sich dadurch dieses Angebot. Davon profitiert der Geldanleger, der dann allerdings die Kündigungsfrist nicht verpassen darf. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wartet dann nämlich ein Mitbewerber mit seiner eigenen, neuen Werbung für Neu- und Erstkunden.

Festgeld und Einlagensicherheit

Das Wort Einlagensicherheit drückt aus, was es ist; eine finanzielle Sicherheit der Festgeldeinlage. Bei allen deutschen Banken sind Festgeldanlagen gesetzlich bis zu einem Betrag von 100.000 Euro einlagengesichert. Von der Möglichkeit, diese Einlagensicherheit freiwillig zu erhöhen, machen inländische Banken regen Gebrauch. Sie gilt für ein Festgeldkonto je Kontoinhaber bei dem betreffenden Kreditinstitut. Wird mehr Geld festgelegt, dann lohnt sich ein Splitten sowie Verteilen auf mehrere Banken und Konten. Jede Festgeldeinlage bei einer ausländischen Bank muss auf deren Einlagensicherheit hin geprüft werden. Der Einlagenschutz kann, er muss aber nicht gleichgut oder noch besser sein. Oftmals geht ein weniger guter Einlagenschutz mit einem geradezu sensationell hohen Festgeldzins einher. Das muss stutzig und vorsichtig machen.

Festgeld kündigen

Rechtsgrundlage für jede Festgeldanlage ist der Vertrag mit gegenseitigen Rechten und Pflichten. Zu denen gehört die Einhaltung des Kündigungstermins. Wird das Festgeldkonto vom Anleger vorher gekündigt, dann hält er den Vertrag nicht ein „und muss dafür bezahlen“. Die damit verbundenen Kosten verringern den Zinsgewinn. Schlimmstenfalls kann dadurch die gutgemeinte Festgeldanlage zu einem Nullsummen- oder zu einem Minusgeschäft werden. Im Festgeldvertrag ist vereinbart, wann wie eine Kündigung vonstatten geht, und unter welchen Gegebenheiten sich die Festgeldanlage bei einer Nichtkündigung verlängert. Fachsprachlich wird sie prolongiert. Die Gründe für eine außerordentliche vorzeitige Kündigung aus wichtigem Grund sind in § 314 BGB, des Bürgerlichen Gesetzbuches näher geregelt.

Freistellungsauftrag und Kapitalertragssteuer auf Festgelderlös

Die Zinseinnahmen aus der Festgeldanlage sind ein steuerpflichtiges Einkommen. Ob diese gesetzliche Steuerpflicht zu eine tatsächlichen Steuerzahlung führt, das ergibt sich aus der Einnahmehöhe. Grundsätzlich meldet das Kreditinstitut die Kapitalertragssteuer, auch bekannt als Abgeltungssteuer, automatisch dem zuständigen Finanzamt. Diesen Automatismus kann der Anleger mit einem FSA, dem Freistellungsauftrag unterbinden. Der Steuersatz beträgt 25 Prozent des Kapitalertrages, also der Festgeldzinsen zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Wird die Freistellungshöhe von jährlich 801 Euro je Person nicht überschritten, dann wird mit FSA der komplette Kapitalertrag an den Anleger ausgezahlt mit der Maßgabe, dass er selbst die Versteuerung übernimmt. Das geschieht mit der jährlichen Einkommensteuererklärung in der separaten Anlage Einnahmen aus Kapitalvermögen.

Fazit zum Festgeld

  1. Die Festgeldanlage ist eine geradezu ideale Sparmöglichkeit für Geld, das langfristig erübrigt werden kann
  2. Der Festgeldbetrag sollte eher niedrig als zu hoch angesetzt werden, um die vorzeitige Inanspruchnahme zu vermeiden
  3. Ein ausgiebiger Angebotsvergleich ist auch deswegen unerlässlich, weil sich der Geldanleger für längere Zeit bindet
  4. Abhängig vom allgemeinen Zinsniveau bietet das Festgeld attraktive Zinsen sowie ein hohes Maß an Sicherheit